Broadcating Sprachrauschen Belgien (aka Trapping around)
[ What the f*** means "Trapping" ].
Die Interferenzen der Sprache, eben das Sprachrauschen, wird weiter ein Mythenrauschen Lieblingsthema bleiben.
Oft entstehen diese Sprachfarben so auch als, mehr oder weniger unbewusste Reaktion auf das Diktat der Mehrheitskultur. Manche dieser Dialekte werden früher oder später akzeptiert und finden so Eingang in die Mehrheitssprache. "Was guckst du".
Aus künstlerischer Sicht ist das subversive Potential welches ein indifferentes Springen zwischen all diesen Sprachformationen erzeugen kann interessant. So wird das vermeintlich "besondere" der Urban Dialects konterkariert. Die "Kunst" bleibt als eigentlich subversive Kraft, weil sie alle Sprachinterferenzen verinnerlicht und hinterfragen kann, da die Kunst selbst nur die Kunst als Sprache kennt. Diese "Sprache" aber entzieht sich der konkreten Sichtbarkeit und verweist auf einen abstrakten, nur mehr gedachten Zusammenhang, der durch seine Flüchtigkeit ungreifbar wird, nur im Hirn des Rezipienten, zeitversetzt wirkt. So sind es die Gedanken des Rezipienten, die die Interpretation steuern, er, der Rezipient, wird auf sein eigenes reaktionäres (im physikalischen Sinne) Wesen zurückgeworfen, während die Kunst schon den nächsten Streich plant. Wenn er noch glaubt die Kunst "sage" ihm dies und dies, ist er in Wahrheit längst mit sich selbst beschäftigt, ein unsichtbarer, subversiver, entblößender Kunstvirus, der durch Humor gutmeinend gewendet wird. Trapping around
Aufgrund seiner besonderen politischen, linguistischen und historischen Situation ist Belgien hier äußerst interessant.
Gleichzeitig ist es der Sitz der wichtigsten EU Organe, und macht so die Komplexität und die Spannungen der weiteren europäischen Einigung exemplarisch deutlich. Gerade Süd-Ost-Belgien mit dem Dreiländer Eck D-B-NL ist ein Kristallisationspunkt europäischer Geschichte, wie es ihn selten gibt. Dabei sind wir bisher noch nicht bei den Konflikten der Niederländischen Protestanten mit den Limburgischen Katholiken angelangt, denn wir haben die Zeit im Bonnefantenmuseum "vetrödelt",
Innerhalb der galloromanischen Sprachgruppe hat das Wallonische die meisten germanischen Spracheinflüsse. Verwirrend ist, dass auch das "Hochfranzösisch" sometimes als Wallonisch bezeichnet wird. Das eigentliche Wallonisch ist kein Dialekt, sondern wohl eher eine eigenständige Sprache. Phonetisch gesehen kann von einer "Klangfarbe" des hohen Mittelalters gesprochen werden (unter Vorbehalt). Nur noch wenige Belgier sprechen wirklich Wallonisch, dies sind vor allem die Älteren. Nach Schätzungen wird davon ausgegangen, dass 30 - 40 % der frankophonen BelgierInnen Wallonisch sprechen können. Bei den unter 30-jährigen wird allgemein von nur noch 10 % ausgegangen.
Wie auch immer: Verbreitung.
Video: (cst,lhb)
Text: (lhb)
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