Always trust the artiststatement
Nano-Installation und Fotos Vertrauen ist zunächst ein Begriff der Stärke. Er steht im engen Zusammenhang mit Begrifflichkeiten, die etwas als „Fest“ „Stark“ „Sicher“ beschreiben.Bemerkenswert ist, dass ein Gefühl der Stärke - des Vertrauens, welches so wichtig ist, auf sehr komplexen und feingliedrigen Bedingungen aufbaut. Diese Fragilität des Vertrauens führt dazu, dass es leicht in Frage gestellt werden kann, häufig kommen so Kettenreaktionen zu Stande die ganz erhebliche biographische Folgen im Leben des Einzelnen haben.
Ich habe in meiner Arbeit kleine Figuren abgebildet, wie sie z.B. von Architekten im Modellbau verwendet werden. Diese Nähe des Materials zur Architektur unterstreicht einen weiteren Aspekt des Begriffs Vertrauen - denn es muss aufgebaut werden, Vertrauen wird erfahrbar in komplexen Beziehungsstrukturen. Es kann im Leben des Einzelnen eine Architektur des Vertrauens entstehen, die auch so etwas wie Statik, Stabilität verschiedene Ebenen kennt – letztlich ein Komplexes „Gebäude des Vertrauens“
Die Figuren sind sehr klein und leicht zerstörbar. Ich muss mit meiner Kamera sehr nah an sie heran, mich ihnen Nähern um die dargebotene Szenerie überhaupt erfassen zu können. Nähe und Intimität sind ebenso wichtige Aspekte des Vertrauens - ich dringe mit der Kamera in einen sehr filigranen, intimen Kosmos ein.
Eine Figur steht an zwei baumartigen Gebilden, zwei vor ihr befindliche Figuren versinken in einer Art Schnee - sie versinken in Kälte, die Figur an den Bäumen sieht zu. Dies ist das langsame, kalte Ende einer Dreiecksbeziehung im intimen Kosmos der Architekturfiguren. Das Ende des Vertrauens ist das Ende der Beziehungen - ist das Versinken in Kälte und Einsamkeit. Eine abstrakte Momentaufnahme aus dem intimen Kosmos einer Beziehungskiste die nun langsam, und unaufhaltsam ihrem Ende entgegenstrebt.
Auf dem Foto erscheinen die Figuren lebensgroß in „Wirklichkeit“ sind sie sehr klein - eine fotografische Illusion. Aus einer anderen Perspektive erkennt man die Täuschung, so ist es auch in Sachen Vertrauen - manchmal reicht ein Wechsel der Perspektive um Vertrauen zu gewinnen oder zu verlieren.
Auf eine ungewöhnlich komplexe, dabei doch immer fragend bleibende Art und Weise wird der Begriff und die Situation des Vertrauens durchleuchtet. Dabei bleibt viel Raum für eigene Interpretationen, der Betrachter kann reichlich imaginieren sich Situationen und Geschichten vorstellen. Gleichzeitig gibt es das verstörende Element durch die Motivwahl, denn eines wird der Betrachter sicherlich nicht tun, dieser Fotografie auf Anhieb vertrauen.
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