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UnitDelta
"Unit Delta" Objekt und Fotografien, Christine S. Thon, 2005-2006
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Das Objekt "Unit Delta" hat ca. die Maße 120x60x80. Es wurde aus Materialien zusammengebaut, die man im Architektur Modellbau verwendet. Visuell hervorstechend sind die weißen Modellbaufiguren, die einerseits Raum für Projektionen lassen, und andererseits ausreichend geformt sind um an Archetypen des Passanten zu erinnern. Der Passant ist keine Erfindung des Industriezeitalters, hat aber stets mit der Entwicklung der Einkaufstraßen in den Innenstädten Schritt gehalten. Im Zusammenhang mit den Passagen, den überdachten Durchgängen zwischen zwei öffentlichen Straßen, die im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts ihren Ursprung haben, gewinnt der Passant als Konsumflaneur im halböffentlichen Passagenraum, eine herausragende Bedeutung. Die Übersetzung der Situation in einen Raumschiffkontext spiegelt die
Entferntheit der Passagen als einen "extraterrestischen", künstlichen Raum, der als Konsumraum definiert wird. Bedenkt man die vollkommene und objektive Nutzlosigkeit der allermeisten in den Passagen zu kaufenden Produkte, entsteht von aussen betrachtet, ein Gewirre und Gewimmel von eigentlich eigenschaftslosen Organismen, deren momentane Beschäftigung, der sinnlose Konsum, erst eine Struktur und eine Ordnung in ihre Bewgungen und ihre Verhaltenssweisen bringt. Dieser mehr als fragwürdigen
Ordnungsstruktur des Konsums beraubt, würden die Organismen zunächst verstört und orientierungslos umherirren. Die durch das Verschwinden der Raumdefinition über Konsum zunächst sinnlosen Räume, müssten in einem langen Prozess mit neuen Aktivitäten gefüllt werden, oder leer bleiben, wie sie es als Konsumraum letztlich auch sind. Im Objekt wird ein Moment des Übergangs, eben der Passage der Raumdefinition, angenommen. WEB 2.0 - sehr präzise Konsumentenstromsteuerung - und Überwachung.
Fussgängerzone 2.0?
"Alleinsein unter Menschen"- Konversation kostet Kraft. Hier ist nichts, mit dem man seine Kraftreserven aufladen könnte. Keine Stimmen mehr. Ich vermisse die Menschen. Keine Stimmen mehr, ich als Dolmetscherin überflüssig. Hier ist nichts. Nichts macht Spaß bzw. keinen Spaß; Wortspiele meine einzige Rettung. Nichts ist lebendig, nichts, das belebt. Wir sind im Nichts nichtig. Alles in purer Dumpfheit eingeebnet, kaum Empfindungen - nur der Schmerz. Doch selbst der Schmerz besticht durch seine dumpfen Machenschaften. Wo ist Initiative? Wo ist Leben? Nur öde Schattenstimmung, unser Schattendasein gefangen in der zeitlichen Dimension. Hier im All scheinbar selbst ein Schatten. Ich bin noch. Das "wir" Vergangenheit.
Literatur zur Privatisierung öffentlicher Räume