MR for the NonGeek 3
Alles angefangen hat es seinerzeit mit dem Commodore 64 (ca. 1983), jedenfalls für mich. Ich selbst hatte keinen, aber ein Freund, der Uli, der war Sohn vom Chefarzt im Krankenhaus der kleinen Stadt. Da hab ich mir mal den Brotkasten ausgeliehen, und ihn einfach nicht zurückgegeben. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich den dringender brauche als der Uli. Natürlich war das ziemlich gemein, und inclusive Basic, Akkustikkoppler und Datasette. Damals hatte man noch das Gefühl der Computer ist dem Menschen irgendwie unterlegen, heute weiß man es nur noch. Es gab Kopplungen zwischen dem analogen Gefühl und dem digitalen Strom. Die Datatsette, die ihre Daten noch magnetisch auf normale Chromkasetten schrieb war ein gutes Beispiel für die analog-digitale neuronale Haptik des C64. Man konnte über "ihn" lachen. Hatte man keinen Monitor, so schloss man ihn an den Fernseher an, was in meinem Falle zu regelmäßigen innerfamiliären Konflikten führte, da die anderen Familienmitglieder glaubten es handele sich um ein Spielzeug, welches unnötigerweise den Fussballabend oder "Am laufenden Band" verdarb. Eines der ersten Programme die ich damit geschrieben habe war eine Lebenszeitberechnung für meine Mutter. Sie musste ein paar Daten eingeben, wieviele Zigaretten täglich etc. und der C64 hat dann ausgespuckt wie lange sie noch zu leben hat.
Heute ist das wieder sehr schön, die Geräte von damals sind die ersten volkstümlichen historischen Stücke des Computerzeitalters. Denn sie waren nicht mehr allein Teil der Wissenschaft (Zuse), sie waren der erste Sturm auf den Massenmarkt. Wer diesem nostalgischen, dabei erstaunlich erfrischendem "Feeling" einmal nachgehen möchte, der findet hinter den folgenden Links Emulatoren für die Windose und damit einen Einstieg in das Netzwerk der C64 Freaks.
C64-Emulatoren
Wer nie einen C64 besessen hat, sollte dem ganzen mal mit großer Ernsthaftigkeit nachgehen, denn mit diesen Kisten, am besten natürlich einem echten, lässt sich immer noch einges anstellen.
Besonders interessant ist der Einsatz im Musikbereich.
Leider ist die Hardware relativ schwer zu bekommen, unmöglich, oder unbezahlbar ist das ganze keineswegs.
10 INPUT "GIB Die Anzahl Zigaretten an die du täglich rauchst";N
20 IF N>0 THEN 30
30 PRINT "Du has' nich' ma' zwei Jahre";N;"ist:";SQR(N)
40 GOTO 10
have.fun()
(lhb)
STREAM

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