Von der Unerreichbarkeit des Anderen
Den Anderen kann ich immer nur durch meine Brille sehen, durch den Touristenfernrohr - Münzapparat. Ich erkenne im Anderen immer nur mich, was ich dem Anderen sage, was ich über ihn denke, was ich mit ihm mache - all das mache ich tatsächlich doch nur mit mir. Ich kann den Anderen nicht erkennen, denn ich bin mir selbst immer Fremd, so ist der Andere dass was ich nicht sein kann oder will. Die Sehnsucht nach dem Anderen ist die Sehnsucht nach dem Eigenen (Frieden). Die Angst und das Unbehagen vor dem Anderen, ist die Angst vor dem unergründeten im Eigenen, vor dem nicht erfüllten im Eigenen, dem bangen, ungelebten Hoffen, dessen Namen (Bezeichnung) ich nicht kenne, nur als Gefühl wahrnehme.lhb(5/2007) 4 Digitalfotos durch Münzfernrohr auf Hohenzollernbrücke, Köln, gerichtet, Lambda auf Fotopapier, 1000x750mm.
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